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Du kennst diese Tage an denen du denkst, dass du der glücklichste Mensch auf der Welt bist. Du lachst und irgendwie scheint alles ungewohnt einfach zu sein. Man vergisst sogar für eine kurze Zeit die Depression, doch diese meldet sich am nächsten Morgen mit tausend Tonnen Gegengewicht zurück.


Downphasen.

Diese sogenannten Downphasen holen einen dann wieder in die Welt aus Pessimismus und Traurigkeit zurück. Alles fällt dir (wieder) unheimlich schwer und nichts gelingt so richtig. Wir ziehen uns zurück, am besten ins Bett – wo wir dann auch bleiben – und wenn wir können weinen wir.
Die glücklichen Tage scheinen unfassbar weit entfernt zu sein.

Wie umgehen mit Down-Phasen?

Zunächst mal kann es hilfreich sein, wenn man aktzeptiert, dass heute mal ein schlechter Tag ist. Außerdem sollte man bedenken, dass der Weg der Heilung bei einer Depression nicht immer gradlinig verläuft. Es ist ein stendiges auf und ab, wie bei einer Achterbahnfahrt.
Du hast noch nicht die vollständige Kontrolle darüber, aber das ist auch nicht schlimm. Natürlich nervt es, wenn sich die Depression meldet und dir leise ins Ohr flüstert „Ich bin noch hier.“, aber du solltest auch daran denken, wie viel du in den letzten Tagen schon geschafft hast. Oft vergisst man seine bisherige Stärke und denkt, man fängt jetzt wieder bei Null an. Aber so ist es nicht.

Jede noch so kleine Aufgabe kann für dich an solchen Tagen unglaublich schwer sein, deshalb versuche nicht all zu krampfhaft so viel wie möglich zu schaffen. Es ist vollkommen ok, wenn du dich diesem Gefühl auch mal kurz hingibst. Horche in dich rein; Gibt es vielleicht einen Auslöser? Das kann Musik sein, eine Erinnerung, eine Begegnung oder nur ein Gedanke. Erlaube es dir also selbst, dich mal dieser Enttäusching hinzugeben. Lasse also die Emotionen und Gedanken sacken. Das hört sich jetzt erstmal nicht so, als würde es helfen, aber wenn du deine Probleme jetzt verleugnest ist am Ende vielleicht der ganze Tag im Eimer.

Es ist also nicht schlimm, wenn du dich hinlegst und weinst oder mal darüber nachdenkst. Das ist vollkommen ok und du fängst danach nicht wieder bei Null an.

Kleine Schritte können helfen, wenn du wieder unten bist.

Oben habe ich erwähnt, dass du nicht allzu krampfhaft etwas machen sollst. Oft bringen uns dann schon die kleinsten Dinge aus dem Ruder, weil irgendwie nichts so gelingt, wie es uns wünschen. Wir stehen völlig neben uns.
Versuche deine Gedanken vielleicht aufzuschreiben oder beschäftige dich mal ganz bewusst mit ihnen. Du kannst dich auch ablenken, schau dir bei YouTube irgendwelche Dokumentationen an oder höre einen Podcast. Schiebe alle Gedanken, wie „Dafür habe ich keine Zeit“ oder „Ich sollte hier jetzt nicht so nutzlos rumliegen“ beiseite und mache kleine Schritte.

An solchen Tagen oder in solchen Momenten (Downphasen) solltest du jede kleine Tätigkeit als Erfolg sehen; Ich bin aufgestanden und habe mir ein Müsli  und einen Kaffee gemacht. Ich weiß, dass an solchen Tagen alles irgendwie zu viel ist, deshalb blende aus, was dich stört. Mach dir laute Musik an, aber achte darauf, dass du dich durch die Musik nicht noch schlechter fühlst.
Wenn du kannst geh einkaufen oder schreibe einem Freund, dass es dir nicht gut geht. (Keine Sorge, du bist keine Belastung für deinen Freund, dass kann ich dir versichern.) In erster Linie solltest du das machen, was du machen möchtest. Und wenn du auch nur die Nachbarin im Vorgarten beobachtest. 

Öffne deine Augen für die kleinen Dinge; vielleicht entdeckst du ein kleines Rotkehlchen auf einer Mauer oder jemand grüßt dich nett, denn wir sind nicht alleine auf der Welt und das ist schön. Du kannst auch deine Kopfhörer nehmen und einfach draussen rumlaufen oder in die nächste Bahn steigen und einmal bis zur Endstelle und zurück fahren.
Du kannst auch an guten Tagen vorsorgen und die ein paar aufmunternde Worte für schlechte Tage schreiben. Notiere dir, wie stark du dich gerade fühlst, was du alles geschafft hast und was dich ausmacht. Schreibe dir auch, dass es ok ist, wenn du dich mal schlecht fühlst.

Das Fazit des heutigen Artikels ist also Mach dir nicht zu viel Druck!
Es ist vollkommen ok, wenn an solchen Tagen mal alles schiefgeht. Aus solchen Tagen kann man lernen und man kann sich vielleicht einen Plan machen. Ich würde mich sehr freuen, wenn du kurz in die Kommentare schreibst, wie du solche Phasen erlebst? Was hilft dir und was machst du dann? Du kannst mir auch eine E-Mail an marcel@lebeningrau.de schicken

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Bildquellen: Pixabay.com

Admin/Gründer von Lebeningrau.de / Marcel Schulze ist 23 Jahre alt und aus Dortmund
Kontakt: marcel@lebeningrau.de oder per WhatsApp (einfach unten links drücken).

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