Oft sagen wir, wir sind depressiv, meinen aber vielleicht eher das wir traurig oder kurzzeitg verzweifelt bzw. planlos sind. Im heutigen Artikel möchte ich mit einigen Vorurteilen über Depressionen schluss machen und außerdem aufklären, was Depressionen nicht sind.

Vorurteile über Depressionen

Wir alle kennen eine vorrübergehende Planlosigkeit, der man manchmal im Leben gegenübersteht oder wir haben einen nahen Angehörigen verloren. Wir fühlen uns leer, kraftlos und blicken pessimistisch in die Zukunft. Doch mit der Zeit fühlen wir uns wieder besser und können wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Bei einer Depression ist das nicht so.

Eine Depression ist eine lang anhaltende, negative Stimmungslage

Das Ganze hat nichts mit einer persönlichen Schwäche oder einer Unfähigkeit gegenüber dem Leben zu tun. Auch hat sich der Betroffene nicht dazu entschieden, depressiv zu sein.

Ich kann mir durchaus vorstellen, wie unglaublich schwierig sich das anhört, da man von den meisten Symptomen kaum etwas mitbekommt. Man spürt oft eher die Auswirkungen dieser Symptome oder sieht den sozialen Rückzug eines Betroffenen. Aber es ist sehr wichtig, dass jeder eine Depression als eine Krankheit ansieht, denn nur so kann man dem Betroffenen wirklich helfen.

Die Kriterien einer Depression von der Deutschen Depressionshilfe

Wichtig ist daher auch, dass man ein gewisses Verständis bei der Wortwahl trifft. In meinem Artikel „Mit Depressiven umgehen“ habe ich schon darüber berichtet. Es hilft also nichts, wenn man z.B. sagt „Du einfach mal mehr lachen!“ oder „Reiß dich doch mal zusammen“ bzw. „Anderen geht es schlimmer“

Für den Betroffenen ist es ohnehin schon unglaublich schwer sich zusammenzureißen und mit den falschen Worten kannst du die Depression noch verschlimmern.

Depressionen sind nicht greifbar

Und genau das macht es für viele unglaublich schwer sie zu verstehen, denn was man nicht sehen kann, kann man auch nicht verstehen. Depressionen finden im Kopf des Betroffenen statt. Doch bei manchen lasse sich auch körperliche Symptome, wie etwa Magen- bzw. Bauschmerzen, Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen feststellen.

Depressionen sind also keine schlechte Laune oder Traurigkeit; sie sind eine anerkannte Krankeit.

Wer glaubt, dass sich Depressionen nur durch Traurigkeit und Tränen bemerkbar machen, der irrt. Depressionen sind Meister der Verwandlung und zeigen sich bei den Betroffenen auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Wenn du mehr über die Symptome bzw. die Warnzeichen einer Depression erfahren möchtest, so empfehle ich dir den folgenden Artikel „Warnzeichen erkennen und richtig reagieren.“ (Aus dem stammt auch das obige Zitat.)

Videos/Informationen über Depressionen

Es ist unglaublich wichtig, dass man sich über Depressionen informiert. Sowohl als Betroffener, aber auch als Angehöriger. Man hat dann mehr in der Hand im Kampf gegen die Depressionen.

Im Internet gibt es unzählige Blogs und Websites zum Thema. Du kannst z.B. einfach mal bei Google nach Depressionen suchen oder nach Therapieangeboten in der Nähe. Es gibt auch viele Bücher, wie etwa „Zeimlch gute Gründe, am Leben zu bleiben.“ oder die „Mein Schwarzer Hund“ Bücher von Matthew Johnstone. Es gibt eines für Betroffene und eines für Angehörige.

Bevor dieser Artikel zu Ende ist, habe ich noch zwei Videos für dich:

ARD
Y-Kollektiv

[…] Depression ist eine Krankheit und keine Entscheidung. Sie bedarf der Behandlung – sei es durch Medikamente oder / und Therapie. Depressive sind weder schwach noch schlecht im Sinne von faul usw. […] Depression nicht als Krankheit zu verstehen, Opfern von Gewalttaten die Schuld dafür zu geben… lässt Menschen nicht nur im Stich, sondern stößt sie tiefer in den Abgrund.

Aus dem Artikel „Depressionen sind keine Entscheidung“ von Daretobemad

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Bildquellen: Pixabay.com

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