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Depressionen sind eine Krankheit, die oft mit Tabletten und vielen verschiedenen Therapieformen geheilt werden. Allerdings gibt es auch einige Tipps, mit denen man etwas gegen die undurchdringbare Dunkelheit tun kann.

Selbsthilfe

Ein Stimmungstagebuch kann helfen

Es kann helfen, wenn man sich seiner eigenen Stimmung, Gedanken und Gefühlen bewusst wird, denn das sind auch Ansatzpunkte für Therapien. Doch wie fängt man damit an?
Es reicht wenn man sich einen kleinen Kalender kauft und dort verschiedene Aktivitäten, die man verteilt über den Tag macht, aufführt und mit einem Smiley oder einem Satz über mögliche Gedanken und Gefühle versetzt.

Man kann dafür auch einen kleinen Zettel oder ein leere Notizbuch nehmen. Alternativ kann man sich das Ganze auch auf dem Handy notieren, denn dort gibt es sogar Apps wie AYRA, die genau dafür gemacht sind. Egal ob man  das Ganze via App oder Kalender notiert, es ist auf jeden Fall wichtig, dass man es verteilt über den Tag macht und nicht erst rückblickend am Abend.

Man kann sich auch Situationen, wie „Telefonat mit Oma Gudrun“ oder „Steuererklärung gemacht“ mit Schulnoten (1= Sehr Gut – 6= Ungenügend) bewerten.

Welche Aktivitäten lösen positive Gefühle und Gedanken aus und welche nicht?

Hilfreiche Gedanken

Um zu verstehen was hilfreiche Gedanken sind, müssen wir erstmal schauen welche Gedanken nicht hilfreich sind; Wenn du dir denkst „Das schaffe ich nicht“, dann wirst du es wahrscheinlich auch nicht schaffen. Man kann sich dann fragen, ob dieser Gedanke hilfreich ist… Würde man das auch zu einem Angehörigen sagen, wenn er vor dem nächsten Schritt steht? Was würdest du machen, wenn du diesen Gedanken nicht hättest? Welche anderen Gründe gibt es dafür? Was könnte schönes passieren? Sag dir also auch mal „Stopp!“, wenn du merkst, dass die Gedanken nicht hilfreich sind.

Es kann auch hilfreich sein, wenn man sich Brücken baut, also wenn man sich immer wieder an hilfreiche Gedanken erinnert. Das können rote oder grüne Punkte sein, die man sich in der Wohnung aufhängt oder Karteikarten, die man mit positiven Eigenschaften über sich beschreibt. Immer wenn man nicht hilfreiche Gedanken hat, kann man sich die Karten vorlesen oder immer wenn man einen der roten oder grünen Punkte sieht.

Es ist nicht deine Schuld

Ok du hast Depressionen und ich weiß, dass man sich wirklich (mild gesagt) blöd fühlt, aber du bist nicht daran schuld, dass du Depressionen hast. Es kann also hilfreich sein, wenn man nicht nach der Schuld sucht, sondern nach möglichen Ursachen. Welche Ursachen lassen sich vielleicht im familiären Umfeld finden?

Hier kann ein gutes Gespräch mit dem Hausarzt echt helfen. Einfach mal sagen, was man denkt und fühlt und dein Arzt wird sich Zeit nehmen. Er oder Sie wird auch Verständnis haben und dir sagen, wie es jetzt weitergehen könnte.

Direkt weiterlesen: Vulnerabilität und Resilienz – Wie du lernst auf Scherben zu tanzen


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Admin/Gründer von Lebeningrau.de / Marcel Schulze ist 23 Jahre alt und aus Dortmund
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