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„Schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen“, heißt es in einem Sonderbericht des IPCC, der im südkoreanischen Incheon veröffentlicht wurde und dieser machte klar, dass die Erde sich schneller erwärmt und dies mit ernsteren Folgen als bisher angenommen. Doch was können wir tun? Und können wir vielleicht mit mehr Achtsamkeit, also mit mehr Bewusstsein unserem Planeten gegenüber, die Umwelt retten?

Achtsamkeit, Bewusstsein und Verantwortung

Dürren, Ernteausfälle, Stürme… die Folgen der Erderwärmung sind bereits spürbar und sie werden sich bis 2030 noch verschlimmern. „Die kommenden Jahre sind vermutlich die wichtigsten in der Menschheitsgeschichte“, schreibt die IPCC-Wissenschaftlerin Debra Roberts, in dem Bericht, der am vergangenen Montag veröffentlicht wurde. Die 91 Autoren und Autorinnen gehen davon aus, dass bereits heute eine Erwärmung von etwa einem Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu verzeichnen ist. Die Folgen: Extremwetter, steigender Meeresspiegel und das Verschwinden des arktischen Eises.

Was nun passieren muss ist natürlich klar; eine Energiewende ist erforderlich, denn der IPCC-Bericht ist gleichzeitig auch ein Signal an die Politik, denn eine technische Revolution (weg von fossilen Brennstoffen) ist jetzt erforderlich. Niklas Höhne, Der Leiter des New Climate Institute und Professor für Klimaschutz, von der Universität Wageningen sagt: „Der Sonderbericht sendet ein klares Signal an die Politik: Jetzt handeln, es ist fast schon zu spät“

Normalerweise geht es in meinem Blog ja um Depressionen, aber oft schneide ich auch das Thema Achtsamkeit an. Und in Achtsamkeit, also im hier-und-jetzt-sein, geht es auch irgendwie um Bewusstsein. Bewusstsein und Verantwortung sind eng miteinander verbunden, weshalb sich dieser Artikel unserem Bewusstsein der Erde gegenüber widmet.

Bewusstsein im Alltäglichen

Immer wenn es darum geht. dass man etwas verändern möchte, dann lohnt es sich, mal ganz bewusst wahrzunehmen was gerade ist. Danach kann man verstehen, welche Schritte man machen kann und welche davon sich leicht umsetzen lassen und welche mit Hürden verbunden sind.

Achtsamkeit für den Planeten ist bereits in der Morgenroutine entscheidend, denn langes (heißes) Duschen ist weder gut für den Planeten, noch für die Haut. Auch das Wasser laufen zu lassen, während man sich die Zähne putzt, ist nicht gerade gut für unsere Umwelt.

Wie wäre es, wenn man einfach mal mit Fahrrad zur Arbeit fahren würde? Im Sommer sicherlich eine schöne Vorstellung, aber im Winter? Naja, es gibt ja auch noch die öffentlichen Verkehrsmittel, die zumindest hier in Dortmund mit Öko-Strom fahren. Doch mit dem Fahrrad zur Arbeit oder in die Stadt fahren ist nicht nur gut für den Planeten, sondern auch für unseren Körper. Und auch hier kann man klein anfangen; wie wäre es, wenn man sich einen festen Tag macht, an dem das Auto mal aus bleibt?

Plastik vermeiden, Deo selbst machen (?)

Plastikmüll ist natürlich ein großes Thema, denn ganz oft lässt es sich nicht komplett vermeiden, dass Dinge in Plastik eingepackt sind. Aber im Supermarkt haben wir zumindest eine kleine Wahl. Und es reicht, wenn man versucht keine Plastiktüte beim Obst und Gemüse zu nehmen, denn die ist ja gar nicht nötig. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Leute, die sowas hier kaufen…

Wenn Müll entsteht ist es natürlich auch wichtig, dass man diesen richtig trennt, denn nur so können manche Inhalte recycelt werden. Doch muss man manche Verpackungen überhaupt wegschmeißen?
Upcycling ist das Stichwort; also warum nicht aus Müll, wieder etwas Brauchbares machen? Für Ideen und Anleitungen empfehle ich Pinterest.

Alles was gut für den Planeten ist, ist auch gut für uns, denn wir sind ja auch Natur. Irgendwie. Und so kann es auch hilfreich sein, wenn man sich zum Beispiel sein Deo selber macht…
Moment mal?! Deo selber machen?
Das habe ich auch gedacht – bis ich es dann mit meiner Freundin ausprobiert habe. Man hat hinterher nicht nur ein aluminumfreies Deo, sondern ein Deo, was wirklich funktioniert. Und dafür braucht man nur 3 Zutaten… Salz, Natron und Kokosöl. Auch hier empfehle ich die Suche bei Pinterest.

Die Ernährung spielt auch eine Rolle

Jetzt kommt der Veganer in mir raus und alle verdrehen die Augen. Aber es ist nun mal so das die Massentierhaltung eine Hauptursache, der globalen Erderwärmung ist. 98% des Fleisches kommen in Deutschland aus der Massentierhaltung. Auch unsere Meere stehen vor dem Kollaps, weshalb man vielleicht Fisch vom Speiseplan streichen sollte.

Man muss jetzt nicht sofort auf die vegane Ernährung umsteigen, sich Deo selbst machen, nackt ums Feuer tanzen und Michael Jacksons „Earth Song“ singen, sondern man kann mal ganz bewusst darauf achten, was man selbst ändern kann. Und das schon mit ganz kleinen Schritten. Mal die Milch weglassen oder einfach mal das vegan-sein probieren. Das tut nicht weh und ist vielleicht mal ein kleines Abenteuer.

Ich möchte nicht groß auf vegane Ernährung eingehen, aber ich emfehle euch mal meinen alten Blog Besser Vegan. Außerdem empfehle ich euch den YouTube Kanal „Vegan ist Ungesund„. Gordon und Aljosha machen (mit Humor) Schluss mit Vorurteilen über vegane Ernährung.

Vegan ist Ungesund – Die Lügen der Fleischindustrie

Beim Einkaufen kann man übrigens auch mal vermehrt auf regionale Artikel achten, weil hier einfach kein weiter Transportweg und damit kein großer Spritverbrauch verursacht wurde.

Richtig heizen & Strom

Mit Bewusstein für unsere Planeten meine ich natürlich auch, ein Bewusstsein gegenüber unseren Ressourcen. Wer richtig lüftet, der kann Heizenergie sparen. Lieber Stoßlüften, als den ganzen Tag die Fenster auf Kipp zu lassen. Diese Schritte kann man Zuhause machen, aber auch auf der Arbeit. Jetzt kann man denken „Ja gut, aber da bezahle ich ja den Strom bzw. Heizung nicht.“ – das mag stimmen, aber trotzdem bist du es, der gerade in der Situation ist, wo er Verantwortung übernehmen kann. Es ist nicht dein Strom, aber deine Verantwortung.

Strom sparen kann man auch mit simplen Tricks. Ist man nicht Raum; dann Licht aus. Man kann Birnen austauschen und auf neue Technologien wie etwa LED setzen. Außerdem sind viele Geräte im Standby, was heißt, dass sie trotzdem Strom verbrauchen. Hier kann man mithilfe einer Mehrfachsteckdosenleiste gleich den Hahn von mehreren ungenutzten Geräten abdrehen.

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Wie stehst du zu dem Thema? Welche Sachen im Sinne des Umweltschutzes machst du vielleicht schon und welche könntest du mal versuchen? Schreib doch mal deine Meinung oder dein Feedback in die Kommentare. Alternativ kannst du mir auch E-Mail an marcel@lebeningrau.de oder auch bei WhatsApp schreiben. Dafür einfach auf das Symbol unten links drücken.


Artikelbild: Marcelo Quinan für Unsplash
Titelbild: Malte Michels für
Unsplash


Admin/Gründer von Lebeningrau.de / Marcel Schulze ist 23 Jahre alt und aus Dortmund
Kontakt: marcel@lebeningrau.de oder per WhatsApp (einfach unten links drücken).

2 Replies to “Mit Achtsamkeit die Umwelt retten”

  1. Hallo Marcel
    Der Artikel ist richtig genial und vor allem ein wichtiges und aktuelles Thema. Am besten finde ich Stelle: „Diese Schritte kann man Zuhause machen, aber auch auf der Arbeit. Jetzt kann man denken “Ja gut, aber da bezahle ich ja den Strom bzw. Heizung nicht.” – das mag stimmen, aber trotzdem bist du es, der gerade in der Situation ist, wo er Verantwortung übernehmen kann. Es ist nicht dein Strom, aber deine Verantwortung.“, da meine Kollegen immer Heizung voll aufdrehen und gleichzeitig die Fenster auflassen. Und meist auch über das Wochenende, so dass das Büro bis Montag völlig auskühlt. Das gleiche gilt auch für das Licht… :X

    Darf deinen PDF, den du am Ende des Artikels anbietest, ausdrucken und eventuell auf meiner Arbeit auslegen?

    Liebe Grüße aus Bremen!
    Clara

    1. Huhu Clara! Vielen Dank für dein Feedback zum Artikel! Freut mich sehr, wenn er dir gefallen hat. Noch mehr freut mich natürlich, dass du mein PDF auslegen möchtest. Das kannst du natürlich gerne machen. 😀
      Kannst ja mal schreiben, ob sie dadurch vielleicht was verändert hat…
      Liebe Grüße und einen schönen Tag noch,
      Marcel

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