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Wenn sich mal hinsetzt und vergangene Momente zurückdenkt, welche fallen einem dann zuerst in den Sinn? Die auf lange Zeit geplanten Dinge oder die spontan entschiedenen Momente? Wohl eher die spontanen Augenblicke, denn bei denen hat man vorher keine große Erwartungshaltung; man macht sie einfach. Aber wie geht das eigentlich nochmal?

Der Plan für weniger planen…

Erinnerst du dich an einen Moment, in dem du mal ganz spontan entschieden hast, etwas bestimmtes zu tun? Vielleicht bist du einfach mal ans Meer gefahren, hast einen alten Freund besucht oder dir etwas außergewöhnliches gekauft? Es sind diese total verrückten Momente, die sich in unser Gedächtnis einprägen und auf die wir noch Jahre später – mit strahlenden Augen – zurückblicken.

Wenn wir die Dinge immer gleich angehen, dann wird daraus schnell so etwas wie ein Alltagstrott – immer und immer wieder passieren die selben Dinge und wir weichen kaum davon ab. Natürlich ist eine gewisse Routine immer gut, doch schnell werden aus Routinen auch Ketten, die uns von anderen Dingen abhalten; sie stehen uns nur noch im Weg und verhindern ein freies entfalten unserer Persönlichkeit.

Wir wehren uns dann gegen Dinge, die uns nicht durchdacht scheinen und lehnen z.B. einen spontanen Konzertbesuch ab, weil bestimmte Dinge nicht geklärt sind.

Hat Spontanität auch Nachteile?

Viele sagen, dass spontane Menschen häufiger scheitern, aber ist da überhaupt etwas dran? Natürlich wagen solche Personen mehr, aber wer mehreren Wegen nachgeht, der erhöht auch die Chancen auf einen möglichen Erfolg.

Andere behaupten, dass spontane Menschen sich nicht richtig konzentrieren können, doch auch das sehe ich anders; klar sind die Gedanken wechselhafter, aber genau diese Eigenart schafft wiederum etwas ganz Neues und eine spontane Pause kann wahre Wunder bewirken.

Die Kunst im Leben besteht darin, nicht auf die Sonne zu warten, sondern im Regen zu tanzen… Diesen Satz hat man schon tausendmal gelesen und doch lässt sich darin die Wahrheit finden; spontane Menschen warten nicht auf den bestimmten Zeitpunkt, denn den gibt es gar nicht. Sie machen das Beste aus dem Moment und sind oft auch viel kreativer, da sie auf Dinge kommen, mit denen anderen gar nicht rechnen.

Aber wie wird man denn jetzt spontaner?

“Einfach ja sagen”, wäre meine Empfehlung und irgendwie ist es ja auch so. Es ist also einfacher als gedacht. Die Dinge einfach geschehen lassen, die Kontrolle zurückschrauben und (wenn überhaupt) erst hinterher bewerten.

Allerdings kann ich auch nicht den einen Plan vorstellen, mit dem man jetzt spontaner wird, denn dahinter steckt ja wieder planen, durchdenken etc. und das wollen wir ja eben nicht.

Also einfach mal Schuhe anziehen und eine spontane Nachtwanderung machen oder ein Picknick im Park. Oder halt im Regen tanzen. Das Geheimnis von Spontanität wird man nicht in Büchern oder Blogs finden. Die Antwort auf Spontanität bist du selbst.

Photo by Javier Allegue Barros on Unsplash / Photo by Anthony DELANOIX on Unsplash

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