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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, diesen Satz haben wir alle schon zur Genüge gehört, denn er ist vor allem eines… wahr! Und auf der anderen Seite ist es auch die traurige Erkenntnis, dass nichts neues passiert bzw. wir vielleicht gar nichts neues wollen. Und es kann ja auch schön und beruhigend sein, wenn man die Dinge immer gleich angeht. Warum es sich aber trotzdem mal lohnt über den Tellerrand zu schauen, dass erfahrt ihr in diesem Artikel.


Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.

Unbekannt.

That’s one small step for man, one giant leap for mankind.

Am 21. Juli 1969 landen Neil Armstrong und Buzz Aldrin im Rahmen der Apollo 11 Mission auf dem Mond. Am 16. August 2008 verbesserte Usain Bolt bei den Olympischen Spielen in Peking mit 9,69 s seinen eigenen Weltrekord im Finale des 100-Meter-Laufs. Dabei erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 43,9 km/h. Damit gewann er als erster Jamaikaner Olympia-Gold über diese Strecke.

Es gibt unzählige solche Rekorde, aber du fragst dich jetzt wahrscheinlich, was das Ganze mit dir zu tun hat. Ich verrate es dir: Eine ganze Menge. Was jetzt allerdings nicht heißen soll, dass du dich bei SpaceX als erster Mensch auf den Mars bewerben sollst oder 43,9 km/h laufen musst. Nein, es ist viel leichter. Es ist nämlich der erste Schritt – der Beginn von etwas Neuem.

Was ist denn die Komfortzone?

Der Begriff ist ein wenig irreführend, denn man denkt, dass die Komfortzone etwas unglaubliches gemütliches und schönes ist; Klar, man braucht eine solche Zone –  einen Rückzugsort, wo man sich voll und ganz erholen kann, aber was passiert wenn man sich eine Zone schafft, die in einer Sackgasse endet und aus der man nicht mehr rauskommt?

Je länger man in der Komfortzone steckt, desto schwieriger wird es auch aus ihr wieder herauszukommen. Aber warum stecken wir in einer Komfortzone? Aus Sicherheitsgründen, denn in der Komfortzone kann uns nicht viel passieren. Es gibt kaum Überraschungen – weder im positiven, noch im negativen Sinne.

Fest steht: In der Komfortzone lernt man nichts neues und man wird keine intensiven Gefühle erleben. Auf www.habitgym.de steht: “Das Gehirn läuft auf Sparflamme und verbraucht vergleichsweise wenig Energie in Form von Blutzucker. Das ist übrigens auch der Grund, warum es außerhalb der Komfortzone so anstrengend ist: Der Energieverbrauch ist hier deutlich höher, was dazu führt, dass man schnell ermüdet.”

Jede Komfortzone ist individuell. Es gibt kein allgemeines Rezept, wie man aus ihr herauskommt, aber es lohnt sich in jedem Falle. Warum?

Die Sicherheit hinter sich lassen

Stell dir vor, dass die Nasa dich anruft und das du ausgewählt wurdest, noch heute zum Mond zu fliegen. Du sagst natürlich ab. Was da alles passieren kann. Und ja ich weiß, dass das Ganze ein wenig übertrieben klingt, aber im Alltag begegnen uns immer wieder Situationen in denen wir vor ähnlichen Situation stecken. Wir haben allerdings immer die Wahl.  Manchmal ist es nur ein Ja!

Aber wie verlässt man jetzt genau die Komfortzone? Es ist gar nicht so schwer wie man denkt, denn wie alles im Leben und wie jeder Rekord, der entstanden ist, beginnt das Verlassen der Komfortzone mit einen einfachen ersten Schritt. It’s one small step for a man und so. Erkennen, dass man in einer selbst erschaffenen Hochsicherheitszone steckt und das man daran etwas ändern möchte. Was das genau ist, dass spielt erstmal keine Rolle. Später kann dann überlegen, wie man die Zone gezielt verlassen möchte (z.B. mit Sport o.Ä.)

Das wichtigste dabei ist, dass dies mit keinerlei Zeitdruck oder Stress passieren muss. Man entscheidet selbst wie weit man seine Sicherheitszone verlassen möchte. Und man entscheidet auch selbst, wie viel Hilfe man dafür von anderen zulässt. Und es spielt auch keine Rolle, wie lange man dafür braucht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Vielleicht hilft es auch, wenn man sich mal bewusst damit beschäftigt, warum man in der Komfortzone ist. Ist es die Angst davor etwas falsch zu machen? Ist es die Angst vor anderen Leuten? Oder ist es die Angst vor der Angst?

Jeder hat Angst, aber das ist auch gut so.

Die Angst ist eine, oft selbst erstellte, Grenze in unserem Kopf. Diese beruht auf Dingen, die wir man irgendwo gehört haben. Viele Menschen steigen nicht in Aufzüge, weil sie man gehört haben, dass jemand stecken geblieben ist. Jeder Mensch hat vor neuen Situationen Angst. Manche mehr, andere weniger, aber wer mit Sicherheit Angst hatte, war Buzz Aldrin oder Neil Armstrong als sie mit einer Rakete mit 7,9 Kilometer pro Sekunde (das ist mehr als das 20-fache der Schallgeschwindigkeit) in den Weltraum geschossen wurden. Wussten sie was dort passiert? Nein. Gab es Risiken? Ja. Jede Menge.

Risiken gibt es immer, aber ich bin der Meinung, dass Dinge, die passieren, sowieso passieren. Wenn das Flugzeug in dem du sitzt abstürzt, dann soll es auch so sein. Aber lohnt es sich nicht stärker als die Angst zu sein? Schließlich wird man ja auch mit einem grandiosen Urlaub belohnt. Alle Menschen haben Angst, und es ist völlig normal und in Ordnung, Angst zu haben. Es lohnt sich aber immer stärker als die Angst zu sein, denn nur so kann man seine selbst gesetzten Grenzen verlassen und seine wirklichen Grenzen entdecken. Am besten geht das natürlich mit Sport.

365 neue Seiten. 12 neue Kapitel. Und alles leer. Es liegt an dir, was du daraus machst.

Unbekannt

Los geht’s! Auf zum Mond!

Halt, halt. So schnell geht es dann auch wieder nicht. Plane kleine Schritte, teile deine Ängste anderen mit und entwickle realistische Erwartungen. Du wirst nicht innerhalb von zwei Wochen zum absoluten Muskelpaket, aber wie sieht es in einem Jahr aus?

Versuche deine Vorhaben positiv zu beschreiben, also nicht ich MUSS noch zum Sport, sondern ich KANN noch zum Sport. Mit KANN meine ich allerdings nicht könnte, sondern eher aus der Sicht, was man noch schaffen KANN.
Und wenn du kannst, dann suche dir jemanden, der dir dabei hilft. Jemand, der dich auch mal ins kalte Wasser wirft und der dich immer wieder daran erinnert, dass du viel mehr schaffen kannst.

Was ist dein worst case scenario?

Was wäre das schlimmste was passieren kann? Stelle dir immer diese eine Frage und achte darauf, welche Gedanken dir dann komm. Ist es wirklich so schlimm, wenn dich andere im Fitnessstudio sehen oder sind diese eher genug mit sich selbst beschäftigt. Was wird am wahrscheinlichsten passieren? Wie wirst du dich danach fühlen? Stark, optimistisch, glücklich?

Was könnte bestenfalls passieren? Stell dir vor, wie du nach dem Training, deinen eigenen Körper spürst, deine Stärke fühlen kannst und wie du – nach einer gewissen Zeit – Erfolge sehen kannst. Entweder auf der Waage oder anhand von Muskeln.

Entferne dich ganz bewusst vom vermutlichen worst case scenario. Steige in den Aufzug, obwohl du stecken bleiben könntest. Aber selbst wenn, was wäre so schlimm  daran? Steige ins Flugzeug nach Ibiza und fahre dann mit dem Schiff nach Formentera!

Oder im Kleinen: Gehe vor deine Haustür, spaziere durch die Nachbarschaft, mache Dinge mal ganz bewusst anders oder höre man Musik, die eigentlich gar nicht dein Fall ist. Du bist viel mehr, als du ohnehin schon bist und manchmal muss man sich selbst die Türen öffnen. Also los gehts! Finde heraus wer du wirklich bist!

Fang endlich an von FlowFinder Motivation

Also, du musst nicht von heute auf morgen alles schaffen, aber ich bin mir sicher, dass du es könntest. Der Mensch kann großartige Dinge vollbringen, aber es sind immer die ersten Schritte, die am schwierigsten sind. Welche Dinge hast du dir vorgenommen? Wie ist der sprichwörtliche Stein bei dir ins Rollen gekommen? Schreib es doch in die Kommentare. Oder schreib mir dein Feedback an marcel@lebeningrau.de oder per WhatsApp (Einfach unten links auf das Symbol drücken.)Wir lesen uns nächsten Sonntag wieder.

Und wenn du willst, dann teile diesen Beitrag. 🙂

Photo by Victor Freitas on Unsplash / Photo by Braden Collum on Unsplash

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